Der kleine junge Finn, der immer allein durch die Straßen geht, sitzt heute 24. Dezember ganz allein auf einer Parkbank. Er ist 7 Jahre alt, aber schon ganz schön reif für sein Alter. Nie sieht man ihn mit anderen Kindern herum rennen oder wenigstens nur mal lachen. Ständig schaut er so ausdruckslos und starr. Er redet mit niemandem und fast kann er einem wirklich Leid tun.
Finn ist ein sehr hilfsbereiter Junge. Er hilft alten Leuten mit Ihren Einkäufen. Zum Beispiel der alten Frau Schulz von neben an. Ihre Taschen waren so schwer und da hat Finn Ihr geholfen diese bis zu Ihrer Wohnung zu bringen Sie wollte ihm dafür etwas Geld geben, weil er wirklich eine große Hilfe war, aber Finn nahm nichts von Frau Schulz an. Er ging einfach ohne ein Wort davon. Schon etwas komisch...
Es ist also Heilig Abend und zum ersten Mal seit Jahren schneit es wieder. Erst vor frei Tagen war es so weit, dass es mal wieder so richtig geschneit hat. Alles sieht sehr festlich und ruhig aus und jeder ist voller Hoffnung und Frieden. Nur Finn sieht sehr traurig aus. Man könnte annehmen, dass der Grund dafür ist, dass seine Eltern vor drei Jahren bei einem Autounfall gestorben sind. Das ist sehr traurig, aber Finn hat ja noch seine Tante, die wirklich sehr lieb zu ihm ist. Finn hat keine Lust schon nach Hause zu gehen. Wo ist er eigentlich zu Hause? Er weiß es selbst nicht so genau. Den Glauben an den Weihnachtsmann hat Finn schon lange verloren. Seit seine Eltern nicht mehr leben, ist er nicht mehr vorbeigekommen. Er macht sich regelrecht darüber lustig, dass der Weihnachtsmann in den Kaufhäusern sitzt und "Hey ho, hier ist der Weihnachtsmann" ruft. Die Leute lassen sich ja nicht davon abbringen, Ihren Kindern so einen Mist zu erzählen, dachte er und beschloss, nicht weiter darüber nachzudenken.
Plötzlich hört Finn, als er da so ganz alleine auf der Bank im Park sitzt, ein Rascheln hinter sich. Und keine 2 Sekunden später war das Rascheln wieder da. Jetzt kommt ein Schnauben hinzu, dass sich anhört, wie von einem Tier. Er hört ausserdem noch Glöckchen klingeln und ein lautes stampfen im Schnee, das immer näher kommt. Da steht er plötzlich, ein alter Mann mit langem weißen Haar, einem ebenso weißem Bart und einem roten Mantel, sowie schwarzen Stiefeln. Auch eine rote Mütze hat er auf. Finn muss sofort an die anderen Deppen im Kaufhaus denken und pöbelt den Mann an: "Hey, verschwinde und lass mich in Ruhe" Doch der Mann rührt sich nicht von der Stelle. Stattdessen spricht er Finn darauf an, er sähe so traurig aus und reagiere gleich so böse. "Es sieht total lächerlich aus, wie sie hier herumlaufen und glauben Sie nicht, dass ich ihnen abkaufe, sie seien der Weihnachtsmann". " Doch kleiner, ich bin sehr wohl der Weihnachtsmann, das kannst du mir glauben", brummte der Mann. "Ja klar, und ich bin der Osterhase!", schnaubte Finn und drehte sich weg. "Glaubst du mir etwa nicht? Dann komm doch einfach mal mit mir – du hast nichts zu verlieren?" "Und wohin bitte soll ich mit dir gehen?" "Naja, zu mir nach Hause", sagte der Mann, "du kannst mir helfen die Geschenke einzupacken. Ich hatte dieses Jahr so viel zu tun, dass ich jetzt noch sehr viel Arbeit damit habe!" "Naja, ok", sagt Finn und steigt mit dem Mann auf seinen Schlitten. Schon im nächsten Moment kann er seinen Augen nicht trauen – der Schlitten schwebt in die Luft und Finn fühlt sich schnell wie in Trance. Geschlagene 15 Minuten fliegen Sie durch die Lüfte. Am Horizont taucht ein winziger Punkt auf. "Siehst du Finn, da vorne wohne ich", sagte der Mann. Finn ist erstaunt, dass der Mann seinen Namen weiß und stellt ihn zur Rede. "Ich bin eben der Weihnachtsmann – oder glaubst du mir immer noch nicht?" Finn weiß gar nicht wie ihm geschieht, nickt aber unsicher. Als Sie endlich angekommen sind, schwirren tausende Engel umher, die lachen, singen und tanzen. Da Finn versprochen hat, dem Weihnachtsmann bei seiner Arbeit zu helfen, beginnt er sofort mit dem Geschenke einpacken, trotz seiner wackeligen Knie vom Fliegen. Die Geschenke werden alle mit Silber und Gold besprüht, damit sie so doll glänzen wie die Engel. Als Sie mit der Arbeit fertig sind, verabschiedet sich Finn von den Engeln und steigt völlig erschöpft in den Schlitten. Er schläft auf dem Schlitten ein und als er wieder aufwacht, findet er sich auf der Parkbank wieder. "Was für ein schwachsinniger Traum", denkt sich Finn. Doch da findet er neben sich eine Tasche mit einer Sprühdose und goldenem Glitter. "War das nun doch kein Traum???"
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