Frueling - Frühlingsgedichte

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Frühlingsgedichte
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Der Fruehling

Die Sonne glänzt, es blühen die Gefilde,
Die Tage kommen blütenreich und milde,
Der Abend blüht hinzu, und helle Tage gehen
Vom Himmel abwärts, wo die Tag entstehen.

Das Jahr erscheint mit Zeiten
Wie eine Pracht, wo Feste sich verbreiten,
Der Menschen Tätigkeit beginnt
mit neuem Ziele,
So sind die Zeichen in der Welt,
der Wunder viele.

Titel: Der Fruehling
Autor: Friedrich Hölderlin (1770-1843)

 
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Der Lenz

Da kommt der Lenz, der schöne Junge, Den alles lieben muss,
Herein mit seinem Freudensprunge Und lächelt seinen Gruß;
Und schickt sich gleich mit frohem Necken Zu all den Streichen an,
Die er auch sonst dem alten Recken, Dem Winter, angetan.
Osterzeit Tulpen Zeit
Er gibt sie frei, die Bächlein alle,
Wie auch der Alte schilt,
Die der in seiner Eisäsfalle
So streng gefangen hielt.
Schon ziehn die Wellen flink von dannen
Mit Tänzen und Geschwätz
Und spötteln über des Tyrannen
Zerronnenes Gesetz.
 

Den Jüngling freut es, wie die raschen Hinlärmen durchs Gefild,
Und wie sie scherzend sich enthaschen
Sein aufgeblühtes Bild. Froh lächelt seine Mutter Erde
Nach ihrem langen Harm; Sie schlingt mit jubelnder Gebärde
Das Söhnlein in den Arm.

Autor: Nikolaus Lenau (1802-1850)

 
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Der Lenz

Auf goldenem Thron geboren,
Siegreich, ein gefeierter Held,
zieht ein aus offenen Thoren
Der König Lenz in die Welt.

Es sprengen auf weißen Rossen
Voran Herolde drei;
In schmetternde Hörner sie stoßen:
Der Lenz kommt, tandaradei!

Dem Winter im Eispalaste,
Dem reiten sie vor das Thor,
Bang schlägt dem mürrischen Gaste
Der fröhliche Schall ans Ohr:

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Der Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
im Tale grünet Hoffnungsglück.
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
zog sich in raue Berge zurück.

Von dorther sendet er, fliehend nur,
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur;
aber die Sonne duldet kein Weißes:
überall regt sich Bildung und Streben,
alles will sie mit Farben beleben;
doch an Blumen fehlt's im Revier,
sie nimmt geputzte Menschen dafür.

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Geschrieben von: Unbekannt   

Die Kakgänschen blühen

Im Krumbholz, da ist ein Wunder geschehen,
heraus aus den Stuben, das müsst ihr sehen!
Denkt nur - der Frühling kam über Nacht .
Die Kakgänschen , sie sind aufgewacht !

Nun blühen sie weiß und lila zu Hauf -
und immer mehr weckt Frau Sonne auf -
Wie ein jungfrisches Mädchen im festlichen Kleid -
das Krumbholz - es ist eine Herrlichkeit !

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