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Karwoche O Woche, Zeugin heiliger Beschwerde! Du stimmst so ernst zu dieser Frühlingswonne, Du breitest im verjüngten Strahl der Sonne Des Kreuzes Schatten auf die lichte Erde, Und senkest schweigend deine Flöre nieder; Der Frühling darf indessen immer keimen, Das Veilchen duftet unter Blütenbäumen Und alle Vöglein singen Jubellieder. O schweigt, ihr Vöglein auf den grünen Auen! Es hallen rings die dumpfen Glockenklänge, Die Engel singen leise Grabgesänge; O still, ihr Vöglein hoch im Himmelblauen! |
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Geschrieben von: Josef Wolfgang Morgenstern
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Die Sonne geht im Osten auf Die Sonne geht im Osten auf, der Osterhas beginnt den Lauf. Um seinen Korb voll Eier sitzen drei Häslein, die die Ohren spitzen. Der Osterhas bringt just ein Ei da fliegt ein Schmetterling herbei.
Dahinter strahlt das blaue Meer mit Sandstrand vorne und umher. Der Osterhas ist eben fertig! |
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Geschrieben von: Unbekannt
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Die fleißigen Osterhasen Die fleißigen Osterhasen Ein paar Wochen bis zum Fest ! Osterhasen, regt die Pfötchen! Schon beim Frühlingsputz im Haus helfen hier die Hasenmädchen. Und das kleine Schwesterlein darf das Hasenbaby hüten, spielt mit ihm im Sonnenschein auf der Wiese voller Blüten. |
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Geschrieben von: Heinrich Hoffmann
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Der erste Ostertag Fünf Hasen, die saßen beisammen dicht. Es macht ein jeder, ein traurig Gesicht. Sie jammern und weinen. Die Sonn' will nicht scheinen! Bei so vielem Regen. Wie kann man da legen den Kindern das Ei? O weih, o weih! Da sagte der König: So schweigt doch ein wenig! Lasst Weinen und Sorgen. Wir legen sie morgen! |
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Geschrieben von: Eduard Mörike (1804 - 1875)
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Auf ein Ei geschrieben Ostern ist zwar schon vorbei, Also dies kein Osterei; Doch wer sagt, es sei kein Segen, Wenn im Mai die Hasen legen? Aus der Pfanne, aus dem Schmalz Schmeckt ein Eilein jedenfalls, Und kurzum, mich tät's gaudieren, Dir dies Ei zu präsentieren, Und zugleich tät es mich kitzeln. Dir ein Rätsel drauf zu kritzeln. |
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Geschrieben von: Friedrich Rückert
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Am Ostermorgen Am Ostermorgen schwang die Lerche sich auf aus irdischem Gebiet und, schwebend überm stillen Pferche der Hirten, sang sie dieses Lied: Erwacht! Die Nacht entflieht. Das Licht zerbricht die Macht der Nacht; erwacht ihr Lämmer all, erwacht, auf feuchtem Rasen kniet! |
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